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Das zu dem Stamm der Lolos zählende Bergvolk der Akha – auch Kaw oder Ko genannt, besiedelt als Hackbauern in Höhen von 500 bis 1800m die Regionen des südlichen Yunnan, des östlichen Birma sowie den Norden Thailands und Laos. Während die Männer einfache Kleidung, bestehend aus einer schwarzen Hose und einer lose getragenen kurzen Jacke, tragen, ist die Kleidung der Frauen mit viel Aufwand gefertigt. Die bunten und mit Stickereien versehene Trachten zu denen farbige und vor allem reich mit Perlen und Silbermünzen verzierte Hüte gehören - ähnlich den europäischen Schuten des 19. Jahrhunderts - werden heute jedoch häufig nur noch zu besonderen Festivitäten getragen. Dies liegt zum einen an der zunehmenden Verarmung dieser Bevölkerungsgruppe, zum anderen aber auch an einer fortschreitenden Verdrängung des Silbers durch Aluminium. Trotzdem hat vor allem der Silberschmuck, der auch Zahlungsmittel war, noch immer eine große Bedeutung für die Akahs. Zur Verzierung der Kleidung und Herstellung des Schmucks stellte im allgemeinen der Dorfschmied zunächst halbrund getriebenen Silberscheiben her, die seitlich mit Löchern versehen waren, so dass die Frauen diese Silbermünzen leicht am Stoff befestigen konnten. Größere und zumeist auch ziselierte Silberscheiben dienten entweder als Fibel dem Halt der Kleidung oder wurden einfach als schmückende Anhänger benutzt. Neben dem Silberschmuck wurden auch die für den afrikanischen Handel wichtigen Perlen aus Europa wie „Whitehearts“, „Featherbeads“ und die schwarzen „Eyebeads“ zu Schmuck verarbeitet oder zur Verzierung der Hauben genutzt. Einen besonders hohen Stellenwert hatten jedoch die aus China stammenden farbigen Glasperlen in der Schmuckverarbeitung der Akha-Frauen. Wie wertvoll diese waren, zeigt sich daran, dass die, zumeist in langen Ketten zusammengereihten Perlen, über Generationen von der Mutter an die Tochter weitergegeben wurden. Besonders beliebt und heute nur noch selten zu finden, waren die auch als „Augenperlen“ bezeichneten farbigen Glasperlen, die unter Sammlern zu den besonders begehren Objekten zählen. Noch häufig zu finden sind im Gegensatz dazu, die kleineren und vermutlich in Indien oder Europa hergestellten „Seedbeads“.
Artikel Quelle: http://www.artikelverzeichnis-artikel.de
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