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Bei der Erwähnung des Wortes "Dessous" denken viele Menschen gleich an Reizwäsche. Sie assoziieren Erotik, Sinnlichkeit, Verführung und Sex. Aber es handelt sich vielmehr einfach um Unterwäsche, die raffiniert geschnitten ist. Schon seit 2000 v. Chr. trägt der Mensch Unterwäsche. Was damals ein Lendenschurz, der die Genitalien vor schädlichen Einflüssen schützen sollte, nennt sich heute Dessou (abgeleitet vom Französischen "dessous" = darunter) und ist weit mehr: Seide und Spitzen, verführerische Korsagen und Strümpfe bzw. Strapse sollen verführen. Mitte des 18. Jahrhunderts beginnen Frauen sich in Korsetten, Krinolinen und Torüren einzuschnüren, der Begriff Dessou taucht erstmals auf und wird als erotische Unterwäsche definiert. Allerdings greift man bereits um die Jahrhundertwende auf Leinen, Batist, Stickereien, Spitzen, Häkelmuster, Fältelungen, farbige Bänder und herzförmige Ausschnitte zurück und ermöglicht der Damenwelt nicht nur Abwechslung, sondern auch den nötigen Komfort. In den 60er Jahren werden weiße oder schwarze Slips und BHs mit Spitze als Klassiker immer neu variiert, diese haben sich bis heute gehalten. Wieder hinzugekommen sind Strapse, die einige Zeit durch die Strumpfhose vom Markt gedrängt wurden. Man trägt sie heute wieder - der Sinnlichkeit und Erotik wegen. Dessous gibt es mittlerweile nicht nur für Frauen, auch Männer tragen sie in Form von T-Shirts, Boxershorts, Strings, Slips und Muskelshirts. Sie verhüllen und präsentieren zugleich. Dessous spielen mit der Fantasie - vor allem mit der des Gegenübers. Man schlüpft in andere Rollen, lebt seine Vorstellungen aus. Im 21. Jahrhundert angelangt, trägt man Pantys, Blümchen und ganz viel Spitze. Man gibt sich verspielt und fern des Images der Erotik-Dessous.
Artikel Quelle: http://www.artikelverzeichnis-artikel.de
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