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Immer wieder kommen im Lokalteil von Zeitungen Meldungen vor, in denen über Wildtiere oder Haustiere berichtet wird, die von freilaufenden Hunden verletzt oder getötet wurden. Dabei kann so etwas natürlich ohne weiteres verhindert werden. Hunde sind nun einmal von Natur aus Raubtiere, oder, wie man heute oft sagt, Raubtiere. Diese Veranlagung ist allerdings nicht bei jedem Hund in gleicher Intensität zum Ausdruck. Es gibt, auch wenn mancher das nicht glauben will, Hunde, die tatsächlich ihren Jagdtrieb vollständig verloren habe. Das sind allerdings totale Ausnahmen, aber dem Autor sind in den letzten 30 Jahren doch mehrere solche Hunde persönlich bekannt geworden. Der Normalfall sieht aber eben anders aus und der Hundebesitzer muss sein Tier dahingehend einschätzen können, wieweit andere Tiere gefährdet sind und ob er in der Lage ist, noch auf seinen Hund einzuwirken, wenn eine Situation entsteht, die den Jagdtrieb auslöst. Die meisten Hundehalter sind ja Tierfreunde, daher sollte ihnen der Schutz anderer Tiere ebenso wichtig sein, wie das Wohlergehen des eigenen Hundes. Dazu gehört auch die Abwägung, dass der Bewegungsdrang des Hundes nicht auf Kosten freilebenden Wildes oder weidender Schafe befriedigt werden darf. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, den Jagdtrieb der Hunde auf andere Bahnen umzulenken. Beutespiele sind etwa Apportieren, Suchen oder auch das Spiel mit anderen Hunden an Plätzen, wo eine Gefährdung vollständig ausgeschlossen ist und aus dem Spiel kein Streunen werden kann. Freilebende Wildtiere leben in einem dicht besiedelten Land ohnehin schon unter großem Stress durch die menschlichen Einflüsse, das Hetzen von Hunden schädigt die Tiere zusätzlich, auch dann wenn sie entkommen können. Aber die Kulturlandschaft ist voller Zäune und ein panisch flüchtendes Wildtier kann diese Hindernisse nicht bedenken. Es prallt hinein und ist den Hunden hilflos ausgeliefert. Ebenso ergeht es Schafen, in deren Weide Hunde eingedrungen sind. Die Tierfreunde unter den Hundehaltern sollten wirklich in der Lage sein, nicht nur den eigenen Hund zu sehen, sondern immer auch seine Einflüsse auf die Umgebung, in der er lebt. Besonders wenig können oft Leute die Situation einschätzen, die sonst ihr Leben lang in der Stadt gelebt haben und nur gelegentlich am Wochenende in der Landschaft außerhalb spazieren gehen. Sie sind manchmal ganz perplex, wieviel Wild in solchen Landschaften doch lebt, das man beim Spazierengehen gar nicht entdeckt. Aber der freilaufende Hund findet es doch, und schon ist die wilde Hatz unterwegs. Daher ist es in jedem Fall besser, die Hunde anzuleinen, damit sie weder andere Tiere, noch sich selbst, noch die Verkehrsteilnehmer auf den Strassen gefährden. Nur wenige sind in der Hundeerziehung so erfolgreich, dass sie auch dann noch einwirken können, wenn der Hund ein Tier in kurzer Entfernung weglaufen sieht. Wirklich schlimm sind natürlich solche Hundebesitzer, die ihre Hunde nicht ordnungsgemäß halten, sondern frei streunen lassen, weil sie im Grunde gar kein Interesse an ihren Tiren als solche haben. Man kann sich schon fragen, warum manche Leute überhaupt Hunde haben. Gegen diese kann wahrscheinlich nur mit den Mitteln der Polizei und der Gerichte vorgegangen werden. Leider werfen sie immer auch ein schlechtes Licht auf die Hundehalter ganz allgemein, denn bekanntlich fällt Negatives viel mehr auf, als jemand, der sich nichts zu Schulden kommen lässt. Autor: Eckbert Heinenberg mail: eheinenberg@t-online.de
Artikel Quelle: http://www.artikelverzeichnis-artikel.de
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