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Lotto - Rechtevergabe und Monopolisierung

Von: Contendia

Lotto ist in Europa wahrscheinlich eines der ältesten Glücksspiele. In Österreich konnte man bereits im Jahre 1751 die Pacht an einer Lotterie mit 90 Nummern erwerben. Die Bezeichnung dafür war „Lotto die Genova“ und der Pachtvertrag lief mit einer Frist von zehn Jahren. Nachdem man ein Jahr lang keine Anfragen erhielt konnte man die Lotterie schließlich an Graf Cataldi verpachten. Trotz der staatlichen Rückendeckung war das Lotto bei der Armee und beim Adel noch recht verpönt. Die Zielgruppe schloss sich lediglich aus der Arbeiterschicht zusammen, die trotz ihrer dürftigen Löhne oder gerade deswegen die Möglichkeit sahen zu Reichtum zu gelangen. Diese verspielten und erspielten ihr Geld allerdings häufig auch im Ausland, weshalb Graf Cataldi damit kein ertragsreiches Geschäft gemacht hat. Zur Verlängerung des Pachtvertrages forderte er daher von der Regierung ein Verbot des Lottospielens der österreichischen Bevölkerung im Ausland bei Geld – oder Leibesstrafen. Im Jahre 1773 beteiligte sich das Bankhaus Barara & Comp. an dem Geschäft und konnte nach kurzer Zeit schon große Gewinne erzielen. Das Geld wurde in neue Filialen investiert und die Arbeiterbevölkerung mit unvorstellbaren Gewinnmöglichkeiten gelockt. Das Betreiben einer Lotterie schien also schon recht früh ein Privileg weniger zu sein. Bis heute hat sich das in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, die Schweiz und Österreich, so weit entwickelt, dass es dort Monopole für das Lotto gibt. So werden durch die Staaten die Lotterien in Form von Konzessionen organisiert. Darunter zählen auch die Sportwetten. Hier noch ein Tipp aus der Gegenwart: Lottozahlen von heute kann man auch leicht im Internet erfahren!

Redaktion Contendia, contendia[aet]yahoo.de



Artikel Quelle: http://www.artikelverzeichnis-artikel.de


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