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Neurofeedback Therapie und der Krieg

Von: Contendia

So wird eine Posttraumatische Belastungsstörung von der Internationalen Statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (10. Revision), kurz ICD-10 genannt, definiert. Manch einer mag es als „Wer durch die Hölle ging, leidet auch lange danach“ beschreiben. Kriege sind außergewöhnliche Bedrohungen, und Kriegsveteranen leiden nicht selten an Posttraumatischen Belastungsstörungen. Sie kann sich möglicherweise in „emotionaler Taubheit“ äußern, in Depressionen, Ängsten, einer deutlich erhöhtem Reizbarkeit oder auch in einer partiellen Amnesie (Gedächtnisschwund).

Eine Studie
Neurofeedback Therapie ist eine Möglichkeit, gegen eine Posttraumatische Belastungsstörung vorzugehen. Auch in diesem Fall setzt die Neurofeedback Therapie auf die Erkenntnis, dass sich emotionalen und körperlichen Zuständen eines Menschen eindeutige Hirnwellenmuster zuordnen lassen. Das gilt auch bei Posttraumatischen Belastungsstörungen. Neurofeedback kann als Verfahren, mit dem Menschen eigene Hirnaktivitäten beeinflussen, Kriegsveteranen helfen, wieder in ein „normales“ Leben zurückzukehren. Wissenschaftlich untermauert wird diese These durch Studien, die die Internetseite „Homecoming4veterans“ einmal zusammengetragen hat. In einer dieser Studien wurde die Neurofeedback Therapie bei einer Gruppe von Vietnam-Veteranen angewendet. Insgesamt gab es dreißig jeweils 30-minütige Neurofeedback-Sitzungen für die Veteranen, während eine Kontrollgruppe mit Medikamenten behandelt wurde. Um die Ergebnisse beider Therapien zu beurteilen, wurde der häufig in der klinischen Psychologie eingesetzte Persönlichkeitstest MMPI verwendet. Das Resultat der Studie: Die Neurofeedback Therapie konnte die Werte in den für Posttraumatische Belastungsstörungen charakteristischen Messkategorien um 50% senken, während die Medikamenten-Therapie wirkungslos blieb.

Eine Hoffnung
Neurofeedback Therapie wurde mittlerweile beispielsweise auch in palästinensischen Flüchtlingscamps eingesetzt, um Menschen von Posttraumatischen Belastungsstörungen zu befreien. Neurofeedback bietet Chancen dazu, nachhaltige Folgen eines Krieges zu lindern oder einen Teil dieser Folgen gar zu beseitigen. Die bessere Alternative bliebe natürlich nach wie vor, es würde keine Kriege geben und Neurofeedback Therapie könnte ausschließlich bei anderen Störungen eingesetzt werden. Neurofeedback zeigt als Therapie nämlich auch beispielsweise bei Tinnitus, Depressionen, Schlaganfällen und Epilepsie Wirkung.



Artikel Quelle: http://www.artikelverzeichnis-artikel.de


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