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Sind Biodiesel und Biomassekraftwerke wirklich so toll?

Von: Stefan

Im Zuge der gestiegenen Oel- und Benzinpreise kam der Biokraftstoff vor nicht allzu langer Zeit auf den Markt. Er sei billiger als der gewoehnliche Sprit und gleichzeitig auch noch besser für die Umwelt. Natürlich, im Gegensatz zu Oel wachsen die Materialien für den Biosprit innerhalb von kurzer Zeit wieder nach. Das könnte Biokraftstoff zu einer Alternative machen. Es gab vielleicht welche die dachten, dass das eine Moeglichkeit werden könnte sich von der Abhängigkeit vom Oel zu befreien. Doch sie irrten sich.
Natuerlich waere es schoen, nicht mehr vom Oel abhaengig zu sein, doch bei der Verbrennung von Biomasse wird auch CO² freigesetzt, welches für den Klimawandel verantwortlich ist, deshalb kann man mit Hinblick auf die CO²-Bilanz nicht behaupten, dass der Biokraftstoff gut für die Umwelt waere.
Ein weiterer Aspekt gegen Biokraftstoff ist die Tatsache, dass eigentliche Nahrungsmittel als Kraftstoff für Autos benutzt werden, anstatt ihrer normalen Funktion. Die erhoehte Nachfrage nach Mais fuehrte in Mexiko zu einem erheblichen Preisanstieg, weshalb sich die aermere Bevölkerung kein Mais mehr kaufen konnte. Diese Entwicklung kann nun wirklich nicht im Sinne des Umweltschutzes liegen.

Im Zuge gestiegenen Energiepreise und der ersten Krise mit der Gasversorgung aus Russland kamen die sogenannten Biomassekraftwerke ins Gespräch. Aehnlich wie bei den Biokraftstoff wird Biomasse wie Holz oder sonstiger pflanzlicher Abfall verbrannt und daraus elektrischer Strom erzeugt, der dann ins vorhandene Netz eingespeist wird. Um den Bau dieser Kraftwerke zu finanzieren wurden Gesellschaften (Fonds) gegruendet, die Geld von Anlegern einsammeln und diese dann in den Bau und Betrieb der Kraftwerke investieren. Diese Biomassefonds sind auf dem Markt noch nicht allzu lange vertreten und befinden sich im Moment auch noch in einer Nische. Erst wenn mehr von diesen Biomassekraftwerken gebaut werden, würde das auch den Biomassefonds zu einem Aufstieg verhelfen. Aufgrund des jungen Alters dieser Fonds lassen sich auch nur wenige Aussagen über die Performance dieser Fonds machen.

Doch aufgrund des, oben erwaehnten, niedrigen Effektes auf den CO²-Ausstoß werden die Biomassekraftwerke nicht in Serienproduktion gehen, sondern regional begrenzt bleiben, um in ländlichen Gebieten die vorhandenen Stromnetze zu unterstützen, durch die Verbrennung der pflanzlichen Ueberreste, die in der Landwirtschaft zwangsläufig übrig bleiben. Deswegen wäre eine Geldanlage in die Biomassefonds nur für wirkliche Interessenten eine Moeglichkeit, für die Vielzahl der Anleger werden Biomassefonds nur ein Nischenprodukt bleiben, über deren Performance man noch nicht viel sagen kann, im Vergleich zu den anderen Arten von Investmentfonds.



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