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Der Mensch mit gesundem Haarwachstum erreicht eine Haardichte von ungefähr 200 Haaren pro Quadratzentimeter und eine Haarmenge von 100.000 bis 150.000 Kopfhaaren. Dabei verliert er täglich bis zu 100 Haare. Dies ist ein gesunder Haarverlust, der normalerweise nicht als „Haarausfall“ bezeichnet werden kann. Das Haarwachstum des Menschen beträgt täglich zirka 0,33 Millimeter, wodurch das Haar monatlich ungefähr einen Zentimeter wächst. Das Haarwachstum wird in drei Phasen beschrieben. Die Anagenphase beschreibt den Zyklus, in dem sich eine neue Haarwurzel und damit verbunden die Produktion des Haares entwickelt. Diese Phase dauert bis zu sechs Jahre und wird von der Katagenphase, die über zwei bis drei Wochen andauert, abgelöst. Die Katagenphase zeichnet sich durch eine Ablösung des Haares von der Papille und einer Verkürzung der Haarfollikel aus. Die Endphase des Haares wird als die „Telogenphase“ bezeichnet. Hierbei regenerieren sich die Haarfollikel und die Haarpapille wird erneuert. Zellteilung führt zu neuem Haar. Mit einer Lebensdauer von bis zu acht Jahren ist ein Haar einem ständigen Wachstumsprozess ausgesetzt, das selbst dann noch aktiv bleibt, wenn der Mensch im Koma liegt. Zum Problem wird Haarausfall meistens dann erst, wenn er zu einer Lichtung des Haares führt, wie dies beim androgenetischen Haarausfall bei Frauen oft zu beobachten ist, oder wenn er zur Glatzenbildung des Mannes führt. Das eigentliche Problem des Haarverlustes kann aber bereits Jahre zuvor eingetreten sein. Insbesondere wenn sich das Haar langsam lichtet, wird dies in vielen Fällen nicht rechtzeitig beobachtet. Je früher der Haarausfall festgestellt und die richtige Behandlung initiiert werden kann, desto effektiver lässt sich der Haarausfall stoppen.
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